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Brandtragödie in Ziemetshausen/Landkreis Günzburg

Eine fünfköpfige Familie mit drei und sechs Jahre alten Töchtern und einem zwei Jahre alten Sohn wurde am 22. August morgens bei einem Brand schwer verletzt. Die dreijährige Tochter erlag in einer Spezialklink ihren Verletzungen, die Mutter und die sechs Jahre alte Tochter schweben noch in Lebensgefahr.

Die Familie befand sich im Obergeschoss ihres Hauses, während das Feuer anscheinend im Erdgeschoss ausbrach. Anwohner brachten die bewusstlosen Töchter ins Freie. Bei Eintreffen der Polizei schlugen die Flammen bereits nach draußen. Drei Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber sowie u.a. etwa 90 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ziemetshausen und Thannhausen befanden sich im Einsatz. Das Gebäude ist innen komplett ausgebrannt.

Die Mission Sicheres Zuhause bringt ihr tief empfundenes Beileid zum Ausdruck.

Quelle: Bayerischer Rundfunk/Augsburger Allgemeine

Krankenkassen müssen Rauchmelder mit Lichtsignalanlage bezahlen

Mit der Veröffentlichung vom 20. August 2014 (Urteil vom 18. Juni 2014, Az.: B 3 KR 8/13 R) stellte das Bundessozialgericht klar, dass gehörlose Menschen Rauchwarnmelder mit Lichtsignalanlage auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse beanspruchen dürfen: Diese Geräte dienen dem mittelbaren Behinderungsausgleich und erleichtern Gehörlosen das selbstständige Wohnen.

Geklagte hatte ein gehörloser Mensch aus Hamburg, dessen Wunsch auf Kostenübernahme bisher sowohl von der Techniker Krankenkasse als auch dem Landessozialgericht Hamburg abgelehnt wurde (Urteil des Landessozialgerichtes vom 27. September 2012, Az.: L 1 KR 147/11).

Begründung im Detail:
Rauchmelder dienen einem grundlegenden Sicherheitsbedürfnis und sind mittlerweile in 13 von 16 Bundesländern vorgeschrieben. Damit gehören sie „als unverzichtbares Warnsystem zur Grundausstattung von Wohnräumen“. Da akustische Rauchwarnmelder für gehörlose Menschen nicht ausreichen, sind sie auf Melder mit optischen Signalen angewiesen. Diese Geräte erleichtern damit „ein von fremder Hilfe unabhängiges selbstständiges Wohnen“.

Patientin bei Krankenhausbrand gestorben

Heute morgen brannte es in einem pychiatrischen Krankenhaus im Westerwald: Eine Patientin, in deren Zimmer das Feuer anscheinend ausgebrochen war, kam ums Leben. Zwei weitere Patienten wurden verletzt. Die Brandetage wurde geräumt, zwei Patienten wurden mit der Drehleiter gerettet.
In der Klinik ist bereits 2013 eine Patientin bei einem Brand gestorben.

Zum Bericht des SWR über den Brand

Wer zahlt bei Fehlalarmen von Rauchmeldern?

Ein Rauchmelder löst aus, die Feuerwehr wird alarmiert und kommt. Wenn die Haustür verschlossen ist, verschafft sich die Feuerwehr in der Regel gewaltsam Zutritt. Wenn es nun nicht gebrannt hat: Wer zahlt für den Schaden? Wer zahlt für den Einsatz?

Gemäß eines Urteils des Landgerichtes Heidelberg vom 7. März 2014 (Az.: 1 O 98/13) muss in der Regel der Hausbesitzer den entstandenen Schaden an dem Gebäude selber zahlen - und nicht die Feuerwehr/Gemeinde!

Die Kosten für den Feuerwehreinsatz trägt üblicherweise die Gemeinde, es sei denn, eine Kostenpflicht des Hausbesitzers ist für diese Einsätze nach Landesrecht möglich und in der Satzung der Gemeinde aufgenommen (Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 27. Juni 2012 - Az.: 4 BV 11.2549).

 

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