Neuigkeiten

Diskussion um Rauchwarnmelder

Wir, die MISSION SICHERES ZUHAUSE, sind stolz, dass bei Spiegel online (s.u., zum Artikel) als Grund für die sinkende Zahl an Brandtoten in Deutschland ausdrücklich die Brandschutzerziehung genannt wurde. Das sehen wir als Bestätigung für die ehrenamtliche Arbeit unserer vielen Helfer und Mitglieder.

Mittlerweile wurden in 13 von 16 Bundesländern Rauchwarnmelder in die Landesbauordnungen aufgenommen (weitere Informationen siehe hier). Anscheinend ist diese aus unserer Sicht positive Entwicklung nicht unumstritten: Immer stärker wird die Pflicht zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Frage gestellt, wie z.B. aktuell von Jens Lubbadeh in seinem Beitrag auf Spiegel online: Viel Schall um Rauch. In diesem Artikel werden als Kritikpunkte genannt und hier unkommentiert wiedergegeben:

1. Nutzen nicht nachgewiesen: Keine Wechselbeziehung zwischen sinkender Zahl von Brandopfern und der Einführung der Rauchmelderpflicht nachweisbar

2. Unverhältnismäßige Kosten: Ca. 2 Milliarden Euro alleine für den Kauf der Rauchwarnmelder, zusätzlich Aufwand für Installation und Betrieb

3. Einfluss von Lobbyorganisationen wie z.B. Forum Brandrauchprävention (finanziert von der "Rauchmelderindustrie")

4. Kosten für Steuerzahler durch steigende Zahl von Fehlalarmierungen. Ggf. stehe die Feuerwehr durch einen Fehlalarm eines Rauchwarnmelders nicht zur Verfügung, "echten" Brandopfern zu helfen.

5. Hohe Belastung (85 Dezibel) bei Fehlalarm für betroffene Bürger, dadurch möglicherweise Panik und Stürze

Zur Diskussion: Wir kennen viele Beispiele, dass durch Rauchwarnmelder Menschenleben gerettet wurden. Das gilt vor allem nachts. Andererseits kennen wir auch Beispiele, dass Menschen durch auslösende Rauchwarnmelder überfordert und dadurch unfallgefährdet sind. Vielen ist nicht bekannt, dass es mittlerweile bedienungsfreundliche Rauchwarnmelder gibt, die z.B. bei Fehlalarm leicht ausgeschaltet werden können. Es ist notwendig, den Menschen mehr Hilfestellungen zu Rauchwarnmeldern und Informationen zum Brandschutz zu geben. Wir, die MISSION SICHERES ZUHAUSE, nehmen diese Herausforderung gerne an und werden weiterhin regelmäßig Informationen hierzu veröffentlichen.

Krankenhausbrand in Püttlingen (Saarland)

Am 11.11.2014 brannte es früh morgens in einem Nebengebäude des Knappschaftskrankenhauses. Das Feuer brach im obersten der vier Obergeschosse aus, Alarm wurde um 05.40 Uhr ausgelöst.

Für zwei Patientinnen, die in unterschiedlichen Zimmern untergebracht waren, kam jede Hilfe zu spät. Beide Frauen konnten sich nur mit Hilfe von Rollatoren fortbewegen, eine dieser beiden Frauen wurde von der Feuerwehr auf dem Balkon gefunden, Insgesamt 45 Patienten wurden aus dem dritten und vierten Obergeschoss unverletzt gerettet und in das Haupthaus der Klinik verlegt.

Die Feuerwehr war mit insgesamt etwa 30 Fahrzeugen und 100 Einsatzkräften vor Ort. Der Sachschaden liegt bei über einer Million Euro. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.

 

Forum Brandschutzerziehung 2014

Die MISSION SICHERES ZUHAUSE war dabei

Die MISSION SICHERES ZUHAUSE war am 7. und 8. November 2014 in Lübeck, um Neues zu lernen und aktuelle Impulse aufzunehmen. Denn es ist das Ziel, die bundesweite Brandschutzerziehung weiter zu entwickeln. Schließlich wurde die MISSION SICHERES ZUHAUSE als nationale Plattform zum Informations-und Erfahrungsaustausch der Brandschutzerzieher 2009 von vfdb mit Unterstützung des  DFV gegründet.

Das mit den Jahren gewachsene erfolgreiche Konzept wurde in Lübeck zu großen Teilen übernommen. Etwa 200 zahlende Teilnehmer informierten sich über Brandschutzerziehung bei Menschen mit Migrationshintergrund, Senioren und bei Kindern.

Der Impulsvortrag vom Feuerkünstler Kain Karawahn enthielt neue Anregungen und Ideen, ebenso viel Altbekanntes. Seit dem Forum 2004 (Kinderfeuer) stellt Herr Karawahn seine Gedanken bei diesem Forum vor und ist daher ein alter Bekannter. Besonders verblüffte Kain Karawahn mit Versuchen bei einem 14 Monate alten Kind, welches nachahmend eine Kerze anzündete und die Flamme ausblies.

Bei dem Thema Migrationshintergrund wurde vorbildlich ein Einsatzwörterbuch der Feuerwehr sowie bilinguale Brandschutzaufklärung in türkischen Vereinen und Moscheen vorgestellt, wie auch über Probleme und historische Hintergründe bei Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert.

Für Senioren wurden Brandschutz und Gefahrenabwehr aus der Sicht eines Seniors dargestellt.

Es war interessant, das japanische Bildertheater Kamishibai  in der Brandschutzaufklärung zu erleben, ebenso kindgerechte Häuser (bekannt vom Forum 2010), in denen die Brandschutzerziehung hautnah erlebt werden kann.

Wie in den Vorjahren war der Erfahrungsaustausch mit anderen Brandschutzerziehern besonders wichtig, Zitat: „Es gibt immer etwas Neues“.

Aufgrund vieler Nachfragen beim DFV-Forum wollen wir noch mal kurz erklären, was die MISSION SICHERES ZUHAUSE ist. Die MISSION SICHERES ZUHAUSE sind Brandschutzaufklärer und weitere Mitwirkende an der Präventionsarbeit, die sich durch ihre Arbeit bundesweit zusammen gefunden haben. Einzelne Interessierte schlossen sich zu einer bundesweit tätigen Projektgruppe zusammen, die in den letzten Jahren weiter gewachsen ist. Jeden von dieser Gruppe treibt eine andere individuelle Motivation wie persönliche Erfahrungen, berufliches und privates Engagement an. Vereinigt sind wir jedoch alle in unserem Ziel: Mehr Aufklärung - Weniger Leid. Wir freuen uns, dass das Forum Brandschutzerziehung wieder veranstaltet wurde und sehen dies als Bestätigung unserer guten langjährigen ehrenamtlichen Arbeit.

Mittlerweile hat sich die Mission weiter entwickelt und plant ausschließlich Veranstaltungen, bei denen Feuerwehrangehörige und Pädagogen sowie betroffene Zielgruppen und weitere Multiplikatoren gemeinsam angesprochen werden. Die MISSION SICHERES ZUHAUSE setzt ihre Arbeit fort, um einvernehmlich gemeinsam mit allen interessierten Stellen und Partnern die Präventionsarbeit weiter zu entwickeln und den Stellenwert zu erhöhen. Hierfür ist es wie in den Vorjahren sehr wichtig, dass ALLE an einem Strang ziehen!

Nach wie vor muss diese Prävention engagiert vorangetrieben werden, damit schlimme Unfälle verhindert und immer weniger Menschen Opfer von Unfällen werden.

Brand in Pflegeeinrichtung für Menschen mit Demenz im Ammerland

21.10.2014: Brand in Pflegeeinrichtung für 30 Menschen im Alter von 40 bis 90 Jahren, die an Demenz erkrankt sind: Eine Person starb, trotz bereits vom Personal begonnener Rettungsmaßnahmen und schnellem Einsatz der Feuerwehr. 21 Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Die Brandmeldeanlage des Hauses hatte ausgelöst, insgesamt waren sechs Feuerwehren - vornehmlich zur Menschenrettung - im Einsatz. Teilweise erfolgte die Menschenrettung liegender Personen über die Feuerwehr - Drehleiter. Ursache für den Brand soll ein technischer Defekt an einer Elektroanlage eines Bettes sein.

Link auf weitere Informationen:
http://www.nwzonline.de/blaulicht/ein-toter-bei-brand-in-wiefelsteder-altenheim_a_19,0,2619623071.html

Jedes Kind hat Rechte!

Zum Weltkindertag am 20. September weist die Kinderkommission des Deutschen Bundestages nochmals darauf hin, die Rechte der Kinder zu stärken. Zu viele Kinder werden Opfer von Gewalt, werden diskrimiert, ausgebeutet oder vernachlässigt.

Zur Pressemitteilung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Weltkindertag