Neuigkeiten

Neue Ideen und neues Material in der Brandschutzaufklärung/ im organisatorischen Brandschutz

Werden durch Rauchwarnmelder tatsächlich Leben gerettet? Wie lauten die Einsatzstatistik und die Erfahrungen der Feuerwehr seit Einführung der Rauchmelderpflicht? Welche neuen Projektideen gibt es z. B. in Niedersachsen in der Brandschutzaufklärung? Welche neuen Materialien für die Brandschutzaufklärung von Flüchtlingen, Kindern, Menschen mit Behinderung und Senioren können bald eingesetzt werden?

Oder: Wie erstelle ich eine Brandschutzordnung unter Mitwirkung der Betreuer und der zu betreuenden Personen? Wie mache ich Brandschutzaufklärung in heterogenen Gruppen mit unterschiedlichem Hintergrund wie Behinderung, Kultur und Sprachkenntnissen? Welche Aufgaben im Brandschutz sollte das Personal mit welcher Ausbildung wahrnehmen? Wie und für wen setze ich Leichte Sprache im Brandschutz ein? Bei den INFO-TABS (Informationstagen Brandschutz) werden die Teilnehmer aktiv bei der Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen einbezogen.

Gemäß dem aktuellen Programm werden neue Ideen, Materialien und Konzepte in den Impulsvorträgen und Workshops angeboten - aus der Praxis für die Praxis. Die Vorstellung der Workshop-Ergebnisse und eine Podiumsdiskussion runden die Veranstaltung ab.

Am 7. und 8. April 2017 veranstalten die Feuerwehr Lüneburg gemeinsam mit der MISSION SICHERES ZUHAUSE e.V die INFO-TABS (Informationstage Brandschutz) 2017. Feuerwehren und sozialen Einrichtungen wird eine Austauschplattform zum Brandschutz für Kinder, Menschen mit Behinderung, Flüchtlinge/Menschen mit Migrationshintergrund sowie Senioren angeboten. Besonders wichtig ist der Blick über den Tellerrand, z. B. wie können best-practice–Beispiele aus der Kinderbrandschutzerziehung auf andere Bereiche übertragen werden.

Die INFO-TABS richten sich an Angehörige der Feuerwehren und Brandschutzdienststellen, Brandschutzexperten sowie an Brandschutzbeauftragte, Räumungshelfer und Mitarbeitende von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kinder, Flüchtlinge/Menschen mit Migrationshintergrund und Senioren.

Termin und Ort: 7. April 2017, 13.00 Uhr, bis 8. April 2017, 16.00 Uhr, bei der Feuerwehr Lüneburg

Weitere Informationen, das Programm und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

Räumungshelfer für soziale Einrichtungen und Dienste

In sozialen Einrichtungen und Diensten ist es nicht ausreichend, Beschäftigte in der Bekämpfung von Entstehungsbränden mit tragbaren Feuerlöschern und Wandhydranten zu schulen. Zusätzlich ist es erforderlich, Beschäftigte und soweit möglich Menschen mit Betreuungsbedarf in der Menschenrettung auszubilden:

Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung.

Räumung, manchmal auch „kurzfristige Evakuierung“ genannt, bezeichnet das schnelle in Sicherheit Bringen von Menschen aus einem akut gefährdeten Bereich. Aufgrund der zeitlichen Abläufe ist die Räumung bei sozialen Einrichtungen und Diensten von besonderer Bedeutung, daher wird vielfach wie z. B. in Rheinland-Pfalz bei diesen Einrichtungen bauaufsichtlich ein Räumungskonzept gefordert.

Gemeinsam haben das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz und die MISSION SICHERES ZUHAUSE Regelungen für den Räumungshelfer entwickelt. Diese bauen auf den Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) auf, insbesondere der DGUV Information 205-023 vom Februar 2014 zur Ausbildung von Brandschutzhelfern. Der Entwurf der neuen MSZ-Richtlinie 02/01-2016 / DIVB-Richtlinie 320 gibt eine Übersicht zu Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Räumungshelfern für soziale Einrichtungen und Dienste.

Den Entwurf der Richtlinie, Stand November 2016, finden Sie hier.

Anregungen und Anmerkungen zum Entwurf bitten wir, bis zum 01.02.2017 unter info(at)mission-sicheres-zuhause.de einzureichen. Im Frühjahr 2017 ist vorgesehen, die aufgrund der Eingaben überarbeitete Richtlinie offiziell einzuführen, damit Anforderungen für den Räumungshelfer als allgemein anerkannte Regel der Technik den sozialen Einrichtungen und Diensten zur Verfügung stehen.

Weiterlesen …

INFO-TABS 2017

Muss Material in Leichter Sprache je nach Zielgruppe angepasst werden? Wie können neue Medien genutzt werden? Wie gehe ich bei einer heterogenen Gruppe mit Kindern mit Migrationshintergrund und Behinderung vor? Was können wir tun, damit es nicht mehr 6.000 schwer brandverletzte Kinder, die für ihr Leben gezeichnet sind, in Deutschland gibt?

Was müssen Menschen mit Behinderung über Feuer und das richtige Verhalten im Brandfall wissen? Was müssen ErzieherInnen/HeilerziehungspflegerInnen und BetreuerInnen hierüber wissen?

Viele Fragen warten darauf, bei den INFO-TABS 2017 bearbeitet zu werden. Die Umsetzung vor Ort lebt von guten und pragmatischen Ideen, die z. B. für Kinder entwickelt und auf andere Zielgruppen übertragen werden können. Solche und andere beispielhafte Konzepte werden auf den INFO-TABS vorgestellt, ausgetauscht und weiter entwickelt. Workshops und Vorträge zu den Themen Brandschutz für Kinder, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund  und Senioren entsprechend der jeweiligen Zielgruppen werden angeboten.

Termin und Ort: 7. April 2017, 13.00 Uhr, bis 8. April 2017, 16.00 Uhr, bei der Feuerwehr Lüneburg

Veranstalter sind MISSION SICHERES ZUHAUSE e.V. und die Feuerwehr Lüneburg. Die INFO-TABS richten sich an Angehörige der Feuerwehren und Brandschutzdienststellen, Brandschutzexperten sowie an Brandschutzbeauftragte, Räumungshelfer und Mitarbeitende von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kinder, Menschen mit Migrationshintergrund und Senioren.

Die Anmeldung ist ab sofort unter dem Stichwort „INFO-TABS 2017“ an tagungsbuero@mission-sicheres-zuhause.de möglich. Die Teilnahmegebühr für Frühbucher beträgt bis zum 01.02.2017 148,- €, für Mitglieder der Mission 125,50 €, später 168,- € bzw. 145,50 €. Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Tagungsunterlagen, Pausengetränke und -verpflegung sowie zwei Mittagessen und ein Buffet am Abend. Die Präsentationen und die Ergebnisse der INFO-TABS werden allen angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer geschlossenen Benutzergruppe im Internet zur Verfügung gestellt. Aktuelle Informationen zu den INFO-TABS finden Sie hier.

Neues Material in der Brandschutzaufklärung

Nach den Regeln der leichten Sprache erstellte Informationen sind besonders geeignet für Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit Lese-Schwierigkeiten, Menschen mit Lern-Schwierigkeiten, Menschen mit Migrations-Hintergrund, Senioren und Kindern. Einfache Bilder und Texte helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Das gilt auch für das richtige Verhalten im Brandfall.

Die MISSION SICHERES ZUHAUSE hat für bei Bränden besonders gefährdete Menschen zwei neue Materialien in leichter Sprache entwickelt:

1. Comic: Feuer! Es brennt. Was machen Sie jetzt?

Der Comic enthält 16 farbige Seiten (Format: 210 mm x 210 mm) und stellt in Bild und Text zwei Geschichten mit dem richtigen Verhalten im Brandfall dar. Der Comic ist speziell für Erwachsene entwickelt worden.

2. Lehrmaterial zum aktiven Mitmachen: Was mache ich, wenn es brennt?

Dieses spielerische Lehrmaterial baut auf dem Poster der MISSION SICHERES ZUHAUSE „Es brennt in meinem Zimmer/es brennt in meiner Wohnung“ in leichter Sprache auf. Es umfasst u.a. eine Falttafel (Format ausgeklappt: 297 mm x 630 mm) sowie zehn Themenkarten mit Bildern (Format: 105 mm x 148 mm), die mit Hilfe von Magneten in der richtigen Reihenfolge montiert werden müssen. Diese Reihenfolge und damit der Handlungsablauf bei einem Brand werden von der Gruppe gemeinsam erarbeitet.

Das Lehrmaterial ist für etwa 10 TeilnehmerInnen und Teilnehmer konzipiert (unterschiedliche Gruppengrößen je nach Art der Gruppe möglich), die Dauer beträgt etwa 30 – 60 Minuten.

Beide Produkte sind eigene Neuentwicklungen in leichter Sprache gemeinsam mit Partnern wie dem Paritätischen Rheinland-Pfalz/Saarland (Kompetenz-Zentrum Leichte Sprache) und dem Verbund heilpädagogischer Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR-HPH-Netze). Die neuen Artikel können im Online-Shop der MISSION SICHERES ZUHAUSE unter diesem Link erworben werden.

Aufzüge im Brandfall nutzen: Wie geht das?

Welche Anforderungen muss ein Aufzug erfüllen, damit Menschen mit Behinderung ihn im Brandfall nutzen können? Wie kann verhindert werden, dass giftiger Brandrauch zu Menschen mit Hilfebedarf gelangt? Wie müssen Mitarbeiter von sozialen Einrichtungen bzw. sozialen Diensten im Brandschutz und in der Menschenrettung ausgebildet werden, damit niemand zu Schaden kommt?

Die Antworten auf diese Fragen und viele interessante Praxisbeispiele tauschten Fachleute von sozialen Einrichtungen und Diensten sowie aus dem Brandschutz am 10. und 11. Juni 2016 in Kelkheim (Taunus) aus. Die MISSION SICHERES ZUHAUSE veranstaltete die Fachtagung „Brandschutz für Menschen mit Hilfebedarf“.

Die Resonanz der Teilnehmern war sehr positiv wie Zitat:„Sie haben eine beeindruckende Veranstaltung geboten! Danke!“. Von 25 Feedbackbögen gaben z.B. alle an, Veranstaltungen der Mission Sicheres Zuhause weiter zu empfehlen, so gut wie alle haben Neues gelernt. Von den Themen gefielen den Teilnehmern besonders gut die Praxisbeispiele, der Bericht über ein Brandereignis und  die Vorstellung technischer Rettungsmöglichkeiten.

Nach wie vor muss diese Prävention engagiert vorangetrieben werden, damit schlimme Brandunfälle verhindert werden. Die MISSION SICHERES ZUHAUSE freut sich daher, diese Fachtagung im Juni 2017 in Kelkheim fortzusetzen.

Zum Rückblick auf die Fachtagung.

Blick in den Vortragssaal