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Rückblick auf das Symposium Brandschutz für Erwachsene mit geistiger Behinderung 2018

Wie stärke ich Menschen mit geistiger Behinderung und Personal in Wohneinrichtungen im Brandschutz? Wie bereite ich Erwachsene mit geistiger Behinderung auf den Brandfall vor und wie führe ich Räumungsübungen durch. Immer mehr Menschen mit Behinderung leben heutzutage dezentral in kleinen Wohngruppen oder alleine in Wohnungen mitten in unserer Gesellschaft und müssen auf Brandfälle vorbereitet werden. Betreuende benötigen fachliche Unterstützung für die Aufgaben im Brandschutz.

Knapp 200 Fachleute der Eingliederungshilfe sowie Brandschutzexperten nahmen am Mittwoch, den 7. November 2018, am „Symposium Brandschutz für Erwachsene mit geistiger Behinderung“ in Köln-Deutz teil. Es handelte sich bereits um das vierte ausgebuchte Symposium, das Mission Sicheres Zuhause in Kooperation mit den Heilpädagogischen Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR-HPH-Netz Ost) veranstaltete.

Ein Ergebnis des Informationsaustausches: Das Thema muss weiter voran getrieben werden, wir stehen weiterhin am Anfang. Besonders freut sich Mission Sicheres Zuhause über die Fortschritte der letzten Jahre, so wurden immer mehr Hilfestellungen für den Brandschutz von Erwachsenen mit geistiger Behinderung in den letzten Jahren entwickelt wie z. B.: Individuelle Brandschutzordnungen speziell für die jeweiligen Bedingungen vor Ort, Checklisten für Räumungsübungen, unser Comic (zwei Geschichten zum richtigen Verhalten) in Leichter Sprache oder unser Lehrmaterial in Leichter Sprache. Gerne steht Ihnen Mission Sicheres Zuhause hierzu für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung, senden Sie bitte eine Email an info[at]mission-sicheres-zuhause.de.

Wir freuen uns bereits auf die Folgeveranstaltung am 13.11.2019 in Köln-Deutz.

Zum Rückblick auf das Symposium mit Info-Flyer und Programm

 

4. Symposium Brandschutz für Erwachsene mit geistiger Behinderung

Menschen mit geistiger Behinderung sind im Brandfall extrem gefährdet und Leitungskräfte stehen deshalb in einer besonderen Verantwortung durch bauliche, anlagentechnische und organisatorische Vorkehrungen zu deren Schutz beizutragen. Viele gute Lösungsansätze zur Prävention und dem richtigen Verhalten im Brandfall werden in den Einrichtungen vor Ort entwickelt. Unser Symposium versteht sich als Austauschbörse dieser guten Ideen. Als Kooperationspartner bringen sich die heilpädagogischen Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR-HPH-Netze) in die Veranstaltung ein. Zielgruppe des Symposiums sind Leitungskräfte und Beauftragte im Bereich Wohnen in der Eingliederungshilfe, Brandschutzbeauftragte und Fachkräfte im Brandschutz (Feuerwehr, Fachplanung und Behörden) sowie verantwortliche Personen der Kommunen.

AUFRUF: haben Sie Erfahrungen mit Feuer in Ihrer Arbeit für Menschen mit Behinderung gemacht? Haben Sie ein Projekt durchgeführt, das Sie gerne vorstellen möchten? Waren Sie an einer Fortbildung oder Übung beteiligt oder haben Sie eine Brandschutzordnung, ein Räumungskonzept oder Ideen zum Brandschutz ganz praktisch umgesetzt? Gerne laden wir Sie ein, Ihre Erfahrungen, Ideen und Aktivitäten beim Symposium vorzustellen. Fahrt- und Übernachtungskosten werden erstattet, für Vorträge von 20 Minuten Dauer kann ein Honorar bis zu 300 EUR gezahlt werden. Herr Björn Berger (LVR) steht bis zum 20.03.2018 gerne für eine erste unverbindliche Kontaktaufnahme und einen Gedankenaustausch unter Tel. 02173 1014-130 oder Email Bjoern.Berger@lvr.de zur Verfügung.

Anmeldung: Ab sofort können Sie sich für diese Veranstaltung anmelden. Die Teilnehmergebühr für die eintägige Veranstaltung beträgt 98 Euro. Hier finden Sie sie weitere Informationen und die Online-Anmeldung.

Neue Fortbildung im Brandschutz für Mitarbeitende sozialer Einrichtungen und Dienste

Menschen mit Betreuungsbedarf sind im Brandfall besonders gefährdet. Das ist eine riesige Herausforderung für jeden Betreuenden, der daher Hilfestellungen benötigt, die an seine besondere Situation angepasst sind. Ziel ist, Menschen mit Betreuungsbedarf und sich selber auf Brände, die sich hoffentlich niemals ereignen, vorzubereiten. Alle Beteiligten müssen wissen, wie sie sich richtig verhalten - sowohl in der Prävention als im Brandfall! Unterschiedliche politische, soziale, rechtliche und ethische Vorgaben sowie verschiedene persönliche und örtliche Bedingungen müssen hier beim Brandschutz beachtet werden. Wichtig ist: Jeder Mensch - mit und ohne Betreuungsbedarf - sollte die gleiche Chance haben, im Brandfall zu überleben!

Daher bietet die MISSION SICHERES ZUHAUSE erstmalig Fortbildungen für Brandschutzbeauftragte und interessierte Mitarbeitende sozialer Einrichtungen und Dienste an. Die Referenten weisen langjährige Erfahrungen im Brandschutz für Menschen mit Betreuungsbedarf auf und gehen – aus der Praxis für die Praxis – konkret auf die Belange der Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen und Dienste ein. Die Fortbildung wurde speziell für deren Bedürfnisse entwickelt. In kleinen Gruppen von höchstens etwa 20 Personen werden Lösungen für die Probleme vor Ort besprochen. Die TeilnehmerInnen können bei erfolgreicher Teilnahme an diesem Seminar folgende Zertifikate erwerben:

  1. Ausgebildeten Brandschutzbeauftragten werden acht Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten als Fortbildung für Brandschutzbeauftragte anerkannt.
    (Hinweis: „Ausgebildete Brandschutzbeauftragte“ sind gemäß DGUV Information 205-003 oder gleichwertig mit mindestens 64 UE à 45 Minuten, aufgeteilt auf zwei Wochen, zum Brandschutzbeauftragten ausgebildet. Innerhalb von drei Jahren sind mindestens 16 UE à 45 Minuten zu besuchen).
  2. Eine Bescheinigung der Ausbildung zum Räumungshelfer gemäß dem Entwurf der MSZ-Richtlinie 02/01-2016 / DIVB-Richtlinie 320 „Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Räumungshelfern für soziale Einrichtungen und Dienste“
    (Hinweis: Das Seminar geht mit seinen Ausbildungsinhalten deutlich über die Vorgaben dieser Richtlinie hinaus)

Das Seminar findet bundesweit mit mehreren Partnern an unterschiedlichen Orten statt:

Am 6. April 2017 veranstalten die Feuerwehr Lüneburg gemeinsam mit der MISSION SICHERES ZUHAUSE  das erste dieser Fortbildungsseminare. Weitere Veranstaltungen finden am 4. Mai in Weinheim, am 19. Mai und 24. Oktober in Köln sowie am 21. Juni diesen Jahres in Kelkheim statt.

 

Weitere Informationen, das beispielhafte Programm des Seminars in Lüneburg, den Info-Flyer und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

Neue Ideen und neues Material in der Brandschutzaufklärung/ im organisatorischen Brandschutz

Werden durch Rauchwarnmelder tatsächlich Leben gerettet? Wie lauten die Einsatzstatistik und die Erfahrungen der Feuerwehr seit Einführung der Rauchmelderpflicht? Welche neuen Projektideen gibt es z. B. in Niedersachsen in der Brandschutzaufklärung? Welche neuen Materialien für die Brandschutzaufklärung von Flüchtlingen, Kindern, Menschen mit Behinderung und Senioren können bald eingesetzt werden?

Oder: Wie erstelle ich eine Brandschutzordnung unter Mitwirkung der Betreuer und der zu betreuenden Personen? Wie mache ich Brandschutzaufklärung in heterogenen Gruppen mit unterschiedlichem Hintergrund wie Behinderung, Kultur und Sprachkenntnissen? Welche Aufgaben im Brandschutz sollte das Personal mit welcher Ausbildung wahrnehmen? Wie und für wen setze ich Leichte Sprache im Brandschutz ein? Bei den INFO-TABS (Informationstagen Brandschutz) werden die Teilnehmer aktiv bei der Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen einbezogen.

Gemäß dem aktuellen Programm werden neue Ideen, Materialien und Konzepte in den Impulsvorträgen und Workshops angeboten - aus der Praxis für die Praxis. Die Vorstellung der Workshop-Ergebnisse und eine Podiumsdiskussion runden die Veranstaltung ab.

Am 7. und 8. April 2017 veranstalten die Feuerwehr Lüneburg gemeinsam mit der MISSION SICHERES ZUHAUSE e.V die INFO-TABS (Informationstage Brandschutz) 2017. Feuerwehren und sozialen Einrichtungen wird eine Austauschplattform zum Brandschutz für Kinder, Menschen mit Behinderung, Flüchtlinge/Menschen mit Migrationshintergrund sowie Senioren angeboten. Besonders wichtig ist der Blick über den Tellerrand, z. B. wie können best-practice–Beispiele aus der Kinderbrandschutzerziehung auf andere Bereiche übertragen werden.

Die INFO-TABS richten sich an Angehörige der Feuerwehren und Brandschutzdienststellen, Brandschutzexperten sowie an Brandschutzbeauftragte, Räumungshelfer und Mitarbeitende von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Kinder, Flüchtlinge/Menschen mit Migrationshintergrund und Senioren.

Termin und Ort: 7. April 2017, 13.00 Uhr, bis 8. April 2017, 16.00 Uhr, bei der Feuerwehr Lüneburg

Weitere Informationen, das Programm und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

Räumungshelfer für soziale Einrichtungen und Dienste

In sozialen Einrichtungen und Diensten ist es nicht ausreichend, Beschäftigte in der Bekämpfung von Entstehungsbränden mit tragbaren Feuerlöschern und Wandhydranten zu schulen. Zusätzlich ist es erforderlich, Beschäftigte und soweit möglich Menschen mit Betreuungsbedarf in der Menschenrettung auszubilden:

Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung.

Räumung, manchmal auch „kurzfristige Evakuierung“ genannt, bezeichnet das schnelle in Sicherheit Bringen von Menschen aus einem akut gefährdeten Bereich. Aufgrund der zeitlichen Abläufe ist die Räumung bei sozialen Einrichtungen und Diensten von besonderer Bedeutung, daher wird vielfach wie z. B. in Rheinland-Pfalz bei diesen Einrichtungen bauaufsichtlich ein Räumungskonzept gefordert.

Gemeinsam haben das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz und die MISSION SICHERES ZUHAUSE Regelungen für den Räumungshelfer entwickelt. Diese bauen auf den Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) auf, insbesondere der DGUV Information 205-023 vom Februar 2014 zur Ausbildung von Brandschutzhelfern. Der Entwurf der neuen MSZ-Richtlinie 02/01-2016 / DIVB-Richtlinie 320 gibt eine Übersicht zu Aufgaben, Qualifikation und Ausbildung von Räumungshelfern für soziale Einrichtungen und Dienste.

Den Entwurf der Richtlinie, Stand November 2016, finden Sie hier.

Anregungen und Anmerkungen zum Entwurf bitten wir, bis zum 01.02.2017 unter info(at)mission-sicheres-zuhause.de einzureichen. Im Frühjahr 2017 ist vorgesehen, die aufgrund der Eingaben überarbeitete Richtlinie offiziell einzuführen, damit Anforderungen für den Räumungshelfer als allgemein anerkannte Regel der Technik den sozialen Einrichtungen und Diensten zur Verfügung stehen.

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